Wissen
Geschichte & Technik der Infrarot-Fotografie
Wenn Licht zur Magie wird
Eine Entdeckung, die Unsichtbares sichtbar macht
1910 veröffentlichte Robert W. Wood das erste Infrarot-Foto und die Welt sah anders aus. Plötzlich leuchteten Bäume wie Schnee, der Himmel wurde tiefschwarz, und das Vertraute verwandelte sich in etwas Traumhaftes, in etwas Neues und Faszinierendes. Dieser „Wood-Effekt“ war mehr als ein technisches Experiment, da er eine Tür zu einer neuen Art des Sehens öffnete.
Was als militärische Luftaufnahmetechnik im Ersten Weltkrieg begann, eroberte in den 1960er Jahren die Kunstszene. Künstler:innen liebten diese ungewöhnlichen, surrealen Bilder, die die Realität neu zeichneten.
Das technische Geheimnis
Obwohl Infrarot-Licht für unsere Augen unsichtbar ist, kann meine Kamera es einfangen. Dafür ersetze ich den normalen Kamerafilter durch einen speziellen Tiefpassfilter, der längere Lichtwellen einfängt.
Das Ergebnis ist eine völlig andere Reflexion als im sichtbaren Licht.
Für alle, die’s genauer wissen wollen:
Der Wood-Effekt entsteht, weil Chlorophyll im Infrarotbereich transparent wird, was dazu führt, dass das Wasser in den Blättern das Licht reflektiert, wodurch Pflanzen strahlend weiß erscheinen und der Himmel sich in dunkle Samtigkeit verwandelt.
Portraits zum Träumen
Bei Aufnahmen von Menschen entfaltet Infrarot eine ganz eigene Magie, da sie der Haut einen alabasterartigen Glanz verleiht, ähnlich wie Porzellan erscheinen Gesichter elfen- und märchenhaft. Weich leuchtend kann dein inneres Strahlen endlich auf Papier gebracht werden.
Diesen Effekt zu beherrschen, war nicht einfach. Für mich eine Herausforderung, die mehrere Jahre des Experimentierens verlangte. Adern sollten nicht sichtbar werden, Augen nicht leblos wirken. Mit dem richtigen Filter, dem perfekten Licht und sehr viel Geduld stand ich irgendwann in der Dunkelkammer und hielt endlich die verträumten Aufnahmen in Händen, die du hier siehst.
Das Besondere:
Die Infrarotfotografie hat Charakter. Sie ist – bisschen wie Menschen – unvorhersehbar. So kann ich dir im Voraus nicht sagen, ob deine Augen hell oder dunkel abgebildet werden. Selbst dunkle Augen können strahlend hell sein. Diese Unvorhersehbarkeit macht jedes Bild zu einer kleinen Überraschung und zu einem echten Einzelstück.
Portraits zum Träumen
Bei Aufnahmen von Menschen entfaltet Infrarot eine ganz eigene Magie, da sie der Haut einen alabasterartigen Glanz verleiht, ähnlich wie Porzellan erscheinen Gesichter elfen- und märchenhaft. Weich leuchtend kann dein inneres Strahlen endlich auf Papier gebracht werden.
Diesen Effekt zu beherrschen, war nicht einfach. Für mich eine Herausforderung, die mehrere Jahre des Experimentierens verlangte. Adern sollten nicht sichtbar werden, Augen nicht leblos wirken. Mit dem richtigen Filter, dem perfekten Licht und sehr viel Geduld stand ich irgendwann in der Dunkelkammer und hielt endlich die verträumten Aufnahmen in Händen, die du hier siehst.
Das Besondere:
Die Infrarotfotografie hat Charakter. Sie ist – bisschen wie Menschen – unvorhersehbar. So kann ich dir im Voraus nicht sagen, ob deine Augen hell oder dunkel abgebildet werden. Selbst dunkle Augen können strahlend hell sein. Diese Unvorhersehbarkeit macht jedes Bild zu einer kleinen Überraschung und zu einem echten Einzelstück.

